Nachdem die (aktive) Flotte AUT mittlerweile auf 3 Boote angewachsen ist, war es nur eine Frage der Zeit bis die erste I4-Regatta in Österreich ausgeschrieben wird. Am Pfingswochenende war es soweit und von 9 gemeldeten tauchten immerhin 8 Rüsselboote am "Rohrspitz" in der Nähe von Bregenz auf. Den Raiffeisen Euro-Cup gibt es schon länger für Tornados und Dank der Initiative von Alexander Müller durften dieses Jahr erstmals I4s daran teilnehmen.
Mit freundlichen Hinweisen ausgestattet ("Das ist ein Flussdelta - in 200 m Entfernung
vom Ufer muss man immer noch mit 50 cm Wassertiefe rechnen") verliessen wir bei Sonnenschein
und schönem Wind den Strand zur ersten Wettfahrt. GER 100 setzte sich gleich vom Feld ab und
wir hinterher. Ich würde aber nicht diesen Bericht schreiben, wenn das so geblieben wäre. An
der letzten Luvtonne liess der Wind nach und wir bekamen unsere liebe Not mit dem
Fat-Head-Groß, das weder in der Wende noch in der Halse eingermassen freiwillig umschlagen wollte.
Bei so wenig Wind waren wir dieses Jahr noch nicht auf dem Wasser - das rächte sich
sofort und Claudio entledigte sich auf den letzten Metern vor dem Ziel der Pflicht
zum Bericht schreiben und schnappte uns den sicheren 2. vor der Nase weg.
Von diesem Erlebnis tief getroffen wollte ich unbedingt etwas an der Lattenspannung
ändern. Das hätte ich mal lieber bleiben lassen - wir waren zum Start der 2.
Wettfahrt nicht segelbereit und mussten zusehen, wie Christian und Dominik den zweiten
Sieg des Tages einstichen. Claudio mit Moritz dahinter und Karsten mit Martina auf Platz 3.
Eine beachtliche Leistung - immerhin war es ihre Erste I4-Regatta. Und wie einem die
Kleinrigg-Boote hin und wieder zusetzen können steht ja im letzten Bericht vom Wittensee.
Für die 3. Wettfahrt wurde der Kurs verlegt und neu ausgerichtet. Der Wind hat wieder etwas
zugenommen und diesmal waren es Claudio und Moritz, die sich etwas absetzten konnten. Wir
waren auch wieder mit dabei und als 2. an der Luvtonne. Dort hat dann aber ein Stück Holz auf uns
gewartet, das sich erst wieder von unserem Schwert lösen wollte, als auch wirklich alle
I4s vorbei waren. Toll. Claudio und Moritz ging es nicht viel besser: Holz am Schwert,
Schleppverband im Weg und GER 100 im Nacken. Am Ende mussten sie sich von Christian und
Dominik genauso vor der Ziellinie abfangen lassen, wie sie uns in der 1. Wettfahrt
abgefangen hatten. Ausgleichende Gerechtigkeit - aber was hatten wir davon? Zunächst nichts aber nach einer furiosen
Aufholjagd waren wir kurz vor dem Ziel knapp hinter Oli und Erik, die dann offenbar dringend
eine Abkühlung brauchten und uns kampflos den 3. überliessen. Danke!
Am Abend gab es ein 4-Gänge-Menü, das seinen Namen ehrlich verdient hat. Nur wenige
Ausgehungerte schafften es, Vorspeise, Suppe, Hauptspeise mit Salat und Nachspeise
vollständig aufzuessen.
Am Sonntag war wieder hervorragendes Wetter, aber etwas weniger Wind. Dominik wechselte
den Steuermann, wurde aber nur noch schneller. Wir kämpften wieder mit dem widerspenstigen
Groß und reihten auf dem 3. ein - wiederum hinter Claudio und Moritz.
Ein ähnliches Bild ergab sich in der 5. Wettfahrt, bis ich in einer Halse statt ins Trapez
einfach aussenbords sprang und den Pinnenausleger gleich mitnahm. Da war sie nun, die 2.
volle Punktzahl und der fatale Nachteil der Grip-Shift. Jetzt schnell an Land:
Foil-Ruder wegbauen, normales Ruder aus dem Auto holen, anbauen und wieder ab zum 6. Start.
6. Start? Nein - der Wind war weg, der Segeltag beendet und die ganze Hetzerei umsonst.
Bernd und Dominik hatten auch diesmal die Nase vor Claudio und Moritz. Den Rest des
Nachmittags verbrachten die I4-Segler dann standesgemäss mit Bier trinken und (in meinem
Fall) Pinnenausleger laminieren, bevor es am Abend mit dem Partyschiff "Elisa" bei
Freibier und Grillfleisch wieder auf den See hinaus ging.
Am Montag war das schöne Wetter dann zu Ende und teilweise schüttete es wie aus Kübeln. Die
Wettfahrtleitung liess sich aber nicht abschrecken und startete die 6. Wettfahrt. Als das Feld
um die Luvtonnen ging, drehte der Wind um 180 Grad und legte 4 Windstärken zu. Bei
diesen zugegebenermassen nicht mehr ganz korrekten Bedingungen musste die Wettfahrtleitung
die Wettfahrt abbrechen. Für uns war es besonders ärgerlich, da wir hinter Bernd und
Dominik die erste Runde als 2. beendet haben. Das hätte uns im Endergebnis wieder weiter
vor gespült aber des einen Leid ist des anderen Freud': So blieb es beim Ergebnis vom
Sonntag und Oli und Erik sicherten sich den letzten Platz auf dem Treppchen.
Alle Teilnehmer konnten mit Schnapsgläsern und (zumindest die ersten 3) Vasen mit
Preisgeld ausgestattet den Heimweg antreten. Bodensee-Obmann Bernd Buck versicherte
dem ausrichtenden Yachtclub Rheindelta: "Wir werden es in der Klasse nicht geheimhalten,
dass es hier so schön ist."
In diesem Sinne: Nächstes Jahr wieder am Rohrspitz!
Endergebnis:
| 1. | GER 100 | Buck, Fries / Entzminger | no worries | [1.00] | 1.00 | 1.00 | 1.00 | 1.00 | 4.00 |
| 2. | GER 44 | Fackelmann / Klein | new shoes | [2.00] | 2.00 | 2.00 | 2.00 | 2.00 | 8.00 |
| 3. | GER 191 | O. Sommer / E. Sommer | endless summer | 4.00 | 4.00 | 5.00 | 4.00 | [6.00] | 17.00 |
| 4. | GER 1367 | Wandelt / van Kampen | 5.00 | 5.00 | [DNF] | 5.00 | 5.00 | 18.00 | |
| 5. | GER 25 | Ostermair / Gollwitzer | Tiger3 | 3.00 | [DNS] | 3.00 | 3.00 | DNF | 19.00 |
| 6. | AUT 2099 | Heinzle / M. Müller | Kenterbox | 6.00 | 3.00 | [DNF] | 7.00 | 4.00 | 20.00 |
| 7. | AUT 3 | A. Müller / Heim | Batalla 2 | [DNF] | 6.00 | 4.00 | 6.00 | 5.00 | 21.00 |
| 8. | GER 33 | Rutz / Rieger | [DNF] | DNF | DNS | DNF | DNF | 40.00 | |
| 8. | GER 192 | H. Jordan / F. Jordan | Spot | [DNC] | DNC | DNC | DNC | DNC | 40.00 |