Die JJ Giltinan Trophy 2004 im Hafen von Sydney (Australien) steht kurz vor ihrem Ende. Nach 6 von 7 Wettfahrten steht der Sieger schon fest.
5. Wettfahrt
Donnerstag, 8. Januar 2004
Sydney Harbour
Rob Greenhalgh und sein Team auf dem Britischen 18foot Skiff "RMW Marine" strecken
nach dem Sieg in der sehr spannenden 5. Wettfahrt die Hand nach der Omega Smeg JJ
Giltinan International Championship Trophy aus.
Das Team aus Großbritannien konnte seinen 3. Sieg in dieser Wettfahrtserie verbuchen
und liegen vor den beiden letzten Rennen nahezu uneinholbar in Führung.
"RMW Marine" bewahrte die Nerven und behielt gegen "Omega Smeg" mit dem fünfmaligen
Champion Trevor Barnabas nach harten Kämpfen während der gesamten Wettfahrt am
Ende mit 43 Sekunden Vorsprung die Oberhand.
Für Barnabas sein Team auf der "Omega Smeg" war es ein Tag, an dem alles schief ging
und zwei folgenschwere Zwischenfälle kosteten ihn den zweiten Sieg.
"Omega Smeg" konnte den verrückten Start in drehenden, süd-westlichen Winden gewinnen,
bei dem der Australische Meister Tony Hannan ("Maytag") auf der Startlinie kenterte.
"Omega Smeg" hielt die Führung vor "RMW Marine", auch als die Schiffe nahezu ausser
Kontolle vor dem Wind Richtung Leetonne schossen.
Das erste Missgeschick auf "Omega Smeg" passierte am Ende der zweiten Runde, als das Skiff
in ein Windloch hinter einer grossen Yacht geriet und auf den vierten Platz zurückfiel.
Zu diesem Zeitpunkt übernahm "RMW Marine" die Führung für den weiteren Verlauf des Rennens,
bis "Omega Smeg" auf dem letzten Schlag zum Ziel unter Gennaker einen letzten Angriff
startete. Den möglichen Sieg zum greifen nah, verfing sich nur 100 Meter vor der
Ziellinie das Spinnakerfall vom "Omega Smeg" in einer Segellatte: "RMW Marine" konnte
ungehindert passieren und den Sieg für sich verbuchen.
Der Kampf um die weiteren Plätze war nicht weniger spannend: Die "Yandoo" von John Winning
sicherte sich den 3. Platz vor der "Rag & Famish Hotel" (John Harris) und der
"Casio Seapathfinder" (Michael Coxon).
Vor den letzten beiden Rennen (am Samstag und am Sonntag) führt "RMW Marine" mit 5 Punkten
(1 Streichresultat), gefolgt von "Asko Appliances" (Hugh Stodart) mit 15, "Computer Associates"
(Anthony Young) mit 16 und "Yandoo" mit 17 Punkten auf dem 4. Rang.
6. Wettfahrt
Samstag, 10. Januar 2004
Sydney Harbour
Eine Wettfahrt vor dem offiziellen Ende sicherte sich die Britische "RMW Marine"
vorzeitig den Gesamtsieg bei der Omega Smeg JJ Giltinan International 18footer
Championship Trophy 2004. Mit einer weiteren Glanzvorstellung konnte sie auch
die 6. Wettfahrt im Hafen von Sydney für sich entscheiden.
Ein leichter nord-östlicher Wind herrschte im Hafen vor und die herausragende
Crew der "RMW Marine", angeführt von Steuermann Rob Greenhalgh, war wieder
einmal nicht zu stoppen. Sie segelten 2 Minuten 8 Sekunden vor der "Computer Associates",
gesteuert von Anthony Young, ins Ziel.
Da nur noch eine Wettfahrt auszutragen ist (am Sonntag) kann die "RMW Marine" nicht
mehr eingeholt werden und damit wird sich das Augenmerk auf den Kampf um Platz 2 zwischen
der "Computer Associates" und der "Yandoo" (John Winning) richten, die im heutigen
Rennen den 3. Platz belegte. (Zufälligerweise war Anthony in der Crew von John,
als dieser die JJ Giltinan Championship des Jahres 2000 mit der "AMP Centrepoint" gewinnen
konnte)
"RMW Marine" hat insgesamt nur 11 Punkte auf ihrem Konto, nach einem Streicher sogar
nur 6. Auf dem zweiten Rang folgt die "Computer Associates" (18 Punkte mit Streicher) -
nur zwei Punkte vor der "Yandoo" mit 20 Punkten.
Wiedereinmal waren Bootsgeschwindigkeit und Am-Wind-Einstellung der "RMW Marine"
einzigartig und der seglerischen Leistung der Brüder Rob und Peter Greenhalgh und
Dan Johnson muss höchster Respekt gezollt werden.
Anthony Young, Matt Pearce und Phil Harmer gaben den Kampf auf der "Computer Associates"
jedoch niemals verloren und konnten konnten sowohl in der heutigen Wettfahrt als auch
im Gesamtklassement den 2. Platz erreichen.
Dahinter lagen John Winning und sein Team den Großteil des Rennens auf Rang 3 und
sie hielten diese Platzierung trotz des enormen Drucks bis ins Ziel:
"Maytag" (Tony Hannan), "Casio Seapathfinder" (Michael Coxon), "West Marine"
(Howie Hamlin) und "Omega Smeg" (Trevor Barnabas) klebten die ganze Zeit am Heck
von "Yandoo" und die weiteren Plätze wurden erst auf dem letzten Schlag ins Ziel
vergeben. Einige der Schiffe lagen nur Sekunden auseinander.
Für Hugh Stodarts "Asko Appliances" verlief das Rennen enttäuschend. Er kam nicht
über den 10. Platz hinaus und fiel dadurch mit 25 Punkten auf den 4. Rang in der
Gesamtwertung zurück, obwohl er bis dahin immer konstant gute Leistungen gezeigt hatte.
Besonders gut muss auch die Leistung von Jim Airey und seiner Crew auf der "Nuplex"
(Neuseeland) bewertet werden, die sich während der gesamten Serie hervorragend
verkauft haben. Mit Ausnahme der vernichtenden 3. Wettfahrt konnten sie immer Resultate
innerhalb der Top 12 für sich verbuchen. Hoffentlich ist das ein Ansporn für weitere
Teams aus Neuseeland, damit sich bald wieder ein "Kiwi" auf der berühmten Trophäe
verewigen darf.
Im Laufe der Wettfahrtserie hat der veranstaltende Club auch eine Wertung nach
berechneter Zeit eingeführt. Diese Wertung konnte heute der beliebte Fred Eaton
mit seinen Kanadiern vor dem Deutschen Team um Mike Keser gewinnen. Das war ein
hervorragendes Ergebnis für beide Crews, die sich während der gesamten Serie
keinen Meter geschenkt haben.
Die 7. und damit letzte Wettfahrt wird am Sonntag gestartet.