18ft Skiffs - JJ Giltinan International Championship 2004 - 3. und 4. Wettfahrt

Die JJ Giltinan Trophy findet jedes Jahr Anfang Januar in Sydney (Australien) statt und gilt als die inoffizielle Weltmeisterschaft der 18 foot Skiffs. Die Deutschen Thomas Eggersdorfer (München), Mike Keser (Berlin) und Christian Meissner (Weilheim) treten mit der gecharterten "General Electric" gegen Internationale Profisegler an.

3. Wettfahrt
Dienstag, 6. Januar 2004
Sydney Harbour

Der fünfmalige Gewinner der JJ Giltinan Trophy Trevor Barnabas steuerte die "Omega Smeg" in der 3. Wettfahrt der 18footer-Meisterschaft im Hafen von Sydney zu einem brillianten Sieg.
Barnabas und seine Crew mit Daniel Phillips und seinem Sohn Trent Barnabas lagen zeitweise mehr als eineinhalb Minuten hinter der früh in Führung gegangenen Gesamtführenden "RMW Marine" um dann doch noch mit einem Vorsprung von 2 Minuten und 36 Sekunden die Oberhand zu behalten.
Der 3. Platz ging an die beständig gut segelnde "Asko Appliances" (Hugh Stodart), weitere 22 Sekunden hinter der "RMW Marine".
Durch Siege in den ersten beiden Wettfahrten führt die "RMW Marine" (Rob Greenhalgh) die Gesamtwertung mit 4 Punkten weiterhin an, gefolgt von "Asko Appliances" mit 8, "Yandoo" (John Winning) mit 14 und "Maytag" (Tony Hannan) mit 16 Punkten.
Zu Beginn dominierte "RMW Marine" einmal mehr die gesamte Flotte in Nord-Östlichen Winden, die kurz vor dem Rennen eingesetzt hatten. Das britische Team rundete die erste Wendemarke mit mehr als einer Minute Vorsprung.
Zunächst sah es aus, als ob sich das Bild der vorhergehenden Wettfahrten wiederholen würde doch Barnabas und seine Crew suchten sich in den trickreichen, östlich drehenden Winden ihren eigenen Weg.
"RMW Marine" und "Omega Smeg" segelten eine ganze Runde des 3-Runden-Kurses weniger als 20 Sekunden voneinander getrennt, bis "Omega Smeg" schliesslich ausbrach.
Durch einen taktischen Schlag vor dem Wind konnte "Omega Smeg" an der Leetonne mit 18 Sekunden in Führung gehen und diesen Abstand auf zweieinhalb Minuten bis zur letzten Wendemarke ausbauen.
Für die "RMW Marine" blieb nichts weiter als den 2. Platz gegen eine hart attackierende "Asko Appliances" zu verteidigen.

4. Wettfahrt
Mittwoch, 7. Januar 2004
Sydney Harbour

Das 18ft skiff "Computer Associates" von Anthony Young wurde für das Pech zu Beginn der Wettfahrtserie mit einem Sieg in der 4. Wettfahrt der JJ Giltinan Trophy entschädigt.
Nachdem sie die 2. Wettfahrt unglücklich durch eine Kenterung 300 Meter vor dem Ziel verloren geben musste, machte es die "Computer Associates" diesmal besser und fuhr mit einem Vorsprung von 1 Minute und 21 Sekunden vor dem Titelverteidiger Howie Hamlin auf "West Marine" zum Sieg. "Avaya" (Peter Morrison) beendete die Wettfahrt weitere 1:25 Minuten dahinter auf dem dritten Rang.
"RMW Marine" (Rob Greenhalgh) kann jedoch mit nun insgesamt 9 Punkten die Gesamtführung halten, gefolgt von "Asko Appliances" (Hugh Stodart) mit 22, "Computer Associates" und "Maytag" (Tony Hannan) mit je 23 und "Casio Seapathfinder" (Michael Coxon) mit 29 Punkten.
Das Rennen wurde bei 10 bis 12 Knoten Nord-Östlichem Wind gestartet, der auf dem Weg zur Luvtonne etwas auffrischte.
Einmal mehr war es "RMW Marine", die durch hervorragende Bootsgeschwindigkeit mit einem Vorsprung von 30 Sekunden vor der "Club Marine" (Warwick Rooklyn) als erste runden konnte. Darauf folgten "Maytag", "Computer Associates" und "Asko Appliances".
"RMW Marine" konnte bis zur Halse an der äußeren Bahnmarke unter Gennaker den Vorsprung halten. Just in diesem Moment brach der Wind völlig zusammen und der Großteil des Feldes konnte aufschliessen. Nachdem das Feld etwa 10 Minuten lag driftete setzte der Wind wieder ein - fast genau der Wind, der das Feld vorher durcheinandergewürfelt hatte. "Computer Associates" hatte zuerst den Gennaker wieder gesetzt und kam so zu einem Vorsprung von 5 Sekunden vor "RMW Marine".
Wie auch schon in der 2. Wettfahrt segelten die beiden Skiffs auf den nächsten drei Schenkeln des Kurses nahzu nebeneinander, bis sich "RMW Marine" eine Führung von 30 Sekunden vor "Computer Associates" an der letzten Luvtonne erkämpfen konnte.
Die Crew der "Computer Associates" gab aber nicht auf und halste auf die Innenseite der "RMW Marine" um einen Luvkampf auf dem Kurs zur äußeren Bahnmarke zu erzwingen.
Als "RMW Marine" gezwungen war ihren Gennaker zu bergen wurde sie von der "Computer Associates" überlaufen. "Computer Associates" konnte sich damit einen Vorsprung erkämpfen, der für den Gewinn der Wettfahrt ausreichend war.
Das Pech der "RMW Marine" war damit noch nicht zu Ende: Durch dieses Manöver und die daraus resultiernden Probleme mit dem Gennaker verloren sie drei weitere Plätze auf dem letzten Schlag ins Ziel.

Die 5. Wettfahrt wird am Donnerstag gestartet.

Autor: team telebox (MOS) und AUS 18ft League (Frank Quealey)